

© Martin Krauß
Fließgewässerökologie im Hohen Fläming
27.05.2026
10:00:00
-
16:00:00
Besucherinformationszentrum des Fördervereins Hoher Fläming
Brennereiweg 45
14823
Raben
Wie gesund sind unsere Bäche und Flüsse – und woran lässt sich das erkennen? Bei dieser Exkursion tauchen wir in die faszinierende Welt der Fließgewässerökologie im Hohen Fläming ein. Die Veranstaltung verbindet fundierte Theorie mit praktischen Einblicken direkt vor Ort. Der Hohe Fläming spielt dabei eine besondere Rolle: Als eiszeitlich geprägte Endmoränenlandschaft und eines der höher gelegenen Gebiete Brandenburgs ist er Ursprung zahlreicher kleiner Fließgewässer der Region. Viele dieser Bäche gelten historisch als besonders sauber und zählen zu den saubersten Brandenburgs. Genau diese naturräumlichen Voraussetzungen machen das Gebiet zu einem idealen Ort, um die Entstehung, Struktur und ökologische Qualität von Bächen und Flüssen zu untersuchen. Am Vormittag erhalten die Teilnehmenden im Besucherinformationszentrum eine Einführung in die Grundlagen der Gewässerökologie. Im Fokus stehen dabei sogenannte Zeigerarten, mit denen sich der ökologische Zustand von Gewässern bestimmen lässt. Fachliche Impulse kommen von **Jörg Schönfelder** (Landesamt für Umwelt, Referat Gewässerökologie) sowie **Steffen Zahn** (Institut für Binnenfischerei), die Einblicke in die Lebensgemeinschaften der Gewässer geben – vom Makrozoobenthos (wirbellose Organismen) bis hin zu den Fischen. Im Anschluss geht es hinaus in die Praxis: Bei einer Exkursion zur Plane, unter anderem im Bereich Raben und Werdermühle, werden gemeinsam Proben genommen und typische Arten im Bachoberlauf bestimmt. Ein besonderes Highlight ist die Demonstration der Elektrobefischung an einer natürlichen Forellenbank. Diese Methode wird im Rahmen des Monitorings eingesetzt, etwa zur Bewertung von Gewässern nach der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Zwischendurch ist eine kleine Mittagspause eingeplant. Hier besteht die Möglichkeit, mitgebrachte Speisen und Getränke in entspannter Runde zu verzehren. Unterwegs bleibt viel Raum für Fragen, Austausch und Diskussionen. Die Veranstaltung richtet sich an alle Natur- und Umweltinteressierten sowie an Personen aus Fischerei, Naturschutz und Umweltbildung – sowohl ehrenamtlich als auch beruflich Engagierte.